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Haldex Informationen für Anleger

Der Antreiber des Wandels

27 November 2020

Der neueEVP von Haldex, Stephan Kulle, ist seit dem 1. Januar 2020 im Amt und hat erst vor Kurzem die neue EMEA-Unternehmensstrategie bis 2030 auf den Weg gebracht. Deren Ziel es ist, die Beziehung des Unternehmens zum Markt neu zu definieren. Er stellt uns nun seine Pläne und Vision genauer vor.

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Q: Was ist die aktuelle Marktposition von Haldex? 

Stephan Kulle (SK): „In Europa sind wir als dritt stärkste Kraft in einer guten Position für die Zukunft.  

Im LKW-Segment haben wir noch deutliches Wachstumspotential was mich durchaus positiv in die Zukunft blicken lässt. Im Aftermarkt sind wir aktuell in einer sehr guten Position, um das Premium- und Value-Segment weiter zu steigern. Aktuell liegen unsere Stärken vor allem im Trailer- und Achsenmarkt, wo wir dank unserem Produktportfolio profitieren.“ 

Q: Welche sind die Stärken und Schwächen der Marke? 

SK: „Wir sind im Bereich des automatischen Gestängestellers S-ABA Marktführer. Allerdings handelt es sich dabei um ein Produkt, das für Trommelbremsen konzipiert wurde, welche einen immer geringeren Marktanteil in Europa aufweist. Wir beliefern den Trailer-Markt schon in großen Stückzahlen mit unserer Druckluftscheibenbremsen Modul T. Bis 2019 haben wir im Trailer-Markt schon mehr als zwei Millionen Scheibenbremsen geliefert. Dies zeugt von unserer Fähigkeit, großvolumige Produkte zu industrialisieren. Unser aktuelles Produktportfolio werden wir mit Hochdruck in naher Zukunft optimieren um noch stärker an zukunftsweisenden Produktezuarbeiten, die eine Antwort auf die Industrietrends in den Bereichen E-Mobilitätautonome und vernetzte Fahrzeuge liefern. Mit diesen hochentwickelten Produkten beabsichtigen wir unsere aktuelle Position im Lkw-Segment auszubauen und somit als Innovationsführer gesehen zu werden 

Ein weiteres Ziel für 2025 ist es, ein Full-System-Supplier im Bereich Trailer zu sein. Dies bedeutet nicht nur ein reines elektronisches Bremssystem (EBS) zu liefern, sondern auch eine zusätzliche Funktionalität wie z.B. TelematikKameralösungen oder Sensorik-Produkte hinzuzufügen. Dies ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft.“  

Q: Weshalb? 

SK: Als ich [vor mehr als 20 Jahren] in der Automobilindustrie anfing, war die Wertschöpfungskette der PKW- und auch der LKW-Hersteller sehr tief; jetzt haben sie viel davon aufgegeben, so dass die Zulieferer gefordert sind dies zu übernehmen. Wir sind nicht so finanzstark wie unsere Konkurrenten, allerdings sind wir offen für Partnerschaften. Wir sind für unsere Kunden ein Entwicklungspartner und nicht nur ein Lieferant. Wir schätzen es sehr, mit unseren Kunden eng zusammenzuarbeiten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Wir haben stets ein offenes Ohr für die Bedürfnisse unserer Kunden. Wir sind bestrebt, Lösungen für deren Probleme zu finden. 

„Dies kommt ebenfalls in unserem aktuellen Marken-Slogan zum Ausdruck: Haldex offen für Fortschritt’. Dies besagt, dass wir flexible und agile auf Veränderungen reagieren werden und können. Mit uns haben Sie den richtigen Partner an Ihrer SeiteNehmen Sie als Beispiel unserer neue modulare Bremsentechnologie EB+ 4.0dank der offenen System- und Software Architektur, können wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden gezielt ein gehen und das unterscheidet uns ganzheitlich von unseren Wettbewerbern.“ 

„Dies bedeutet natürlich auch, dass wir offen für Innovation in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden sind, wir wollen auch hier ein Vorreiter sein. Eines unserer Hauptziele unserer neuen Strategie ist es, die Zukunft des Transportwesens mit zwei neuen Technologien in Europa mit zu gestalten. Zum einen mit der Fast Acting Brake Valve (FABV) und zum anderen mit der elektromagnetischen Bremse kurz EMB. Wir kooperieren bei der Entwicklung dieser beiden Technologien mit führenden Nutzfahrzeugpartnern, um zukünftig das den Straßenverkehr noch sicherer zu machenDarüber hinaus möchten wir unsere Stellung im Bereich der Druckluftscheibenbremse weiter ausbauen um 2025 ein globaler Champion in diesem Bereich sein. 

„Bei einer Strategie geht es natürlich nicht nur darum neues zu entwickeln, sondern auch darum vorhandenes zu optimieren und dazu gehört manchmal auch zu entscheiden was man zukünftig nicht mehr tun wird. Beispiel hierfür ist: Unrentable Produkte aus unserem Produktportfolio zu entfernen oder zu einer Verlagerung der Produktionsstandorte führen, z.B. den Produktionstransfer unserer Bremszylinder aus Europa nach Indien 

Zu guter Letzt ist der Independent Aftermarkt ein äußerst wichtiges Standbein für uns. Zum einen haben wir vor, unser Premiumsegment im Bereich der Flottenarbeit stärker zu platzieren. Wir haben hier schon erste Unternehmungen unternommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Value-Segment, hier wollen wir unsere Marke Grau im Bereich Druckluftbremsen und Komponenten, die 1998 von Haldex übernommen wurde, stärker fördern. Wir wollen unseren Marktanteil mit der Marke Grau in Europa weiter steigern. 

Q: Warum haben Sie die Strategie so weit in der Zukunft gelegt? 

SK: „Wenn Sie im Bereich hochentwickelte Komponenten ein Innovationsführer sein möchten, müssen Sie jetzt damit beginnen, Partnerschaften mit den wichtigsten Erstausrüstern (OEMs) aufzubauen. Dies gilt nämlich ab 2025, es ist auch eine Strategie für 2030. 

Q: Was haben Sie sonst noch getan, seit Sie Ihr Amt angetreten haben? 

„In meiner ersten Woche bin ich nach Weyersheim [Frankreicheuropäischer Hauptsitz von Haldex] gereist, wo ich einen gelungenen Einstand hatte, eine Menge Kolleginnen und Kollegen kennenlernen durfte und viele offene Diskussion führen konntePersönlich schätze ich eine offene Kommunikation sehr. Ich stamme aus einer Region in Deutschland, in der wir Offenheit leben. Dies erwarte ich auch von meinen Kolleginnen und Kollegen bei Haldex. Ich schätze diese Eigenschaft bei anderen sehr. Mitarbeiter/innen auf allen Ebenen sollen sich nicht scheuen, sich direkt an mich zu wenden. Nur durch eine sachlich und konstruktiv gelebte Kommunikation kann man sich stetig verbessern und frühzeitig Missverständnisse ausräumen.   

Wir haben in Europa ein exzellentes Team. Wir haben während der herausfordernden Zeit dieses Jahr schon sehr effizient zusammengearbeitet und einige wichtige Veränderungen umsetzen könnenAllerdings muß ich als Vertriebsperson auch sagen, dass ich mich wieder darauf freue aktiv bei unseren Kunden vor Ort präsent zu sein.  

Noch eine kleine persönliche Anmerkung zum Schluss. Meine Familie und ich mögen Schweden sehr, in den vergangenen Jahren haben wird dort regelmäßig unsere Urlaube verbracht. In Bezug auf Verhalten und Beziehungen miteinander, schätze ich die schwedische Mentalität sehr. Einige meiner Freunde dort meinten früher schon Haldex sei das richtige Unternehmen für mich und ich solle doch zu Haldex gehen’. Ich bin aber diesbezüglich nie tätig geworden, bis Haldex auf mich zukam. Nun freue ich mich hierzu sein und auf eine spannende und erfolgreiche Zukunft 

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