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Haldex Informationen für Anleger

Erweiterte Familie

24 Februar 2021

Die vergangenen fünf Jahre waren für den Auflieger-Hersteller Wielton eine äußerst dynamische Phase. Während eine Business-Strategie endet und eine andere beginnt, erfreut sich das Unternehmen an den regionalen Unterschieden in seinen verschiedenen Holdings und stärkt dabei die Produktionssynergien zwischen ihnen 

Der Name Wielton beruht auf einem Wortspiel mit der polnischen Stadt, wo das Unternehmen 1996 gegründet wurde, Wieluń und wielbłąd, das polnische Wort für das Wüstenlasttier, das Kamel. Das Unternehmen begann aber bereits damals, als es 2013 in der Haldex-Zeitschrift einst profiliert wurde, jenseits der polnischen Grenze gen Westen zu schauen. Zwei Jahre später erwarb Wielton die führenden italienischen Auflieger-Marken Viberti und Cardi sowie den führenden französischen Auflieger-Hersteller Fruehauf. Darauf folgten Übernahmen in Deutschland - Langendorf, Mai 2017 – und im Vereinigten Königreich - Lawrence David, September 2018. „Deren Potential und Produktangebote bereichern die gesamte Wielton-Gruppe. Dies bringt uns näher an unsere Kunden heran und hilft uns, deren Bedürfnisse zu verstehen“, so heißt es. Dieser Nutzen ist kommerzieller, kultureller und finanzieller Natur. Dank dieser Mehrmarkenstrategie hat sich das Verkaufsvolumen in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht – von 7 036 auf 20 824 Einheiten. 

Der Vice President der Wielton-Unternehmensleitung sagte im April: „Eine geografische Diversifikation ist beim Aufbau des stabilen Business der Wielton-Gruppe eine effiziente Strategie. Dadurch konnten niedrigere Verkaufszahlen in einem bestimmten Land durch steigende Verkaufszahlen in anderen Märkten kompensiert werden. Einzelne Unternehmen verschaffen nicht nur einen Zugang zu den größten europäischen Auflieger-Märkten, sondern sie sorgen auch für zahlreiche verschiedene Produkte und Produktionskapazitäten für andere Unternehmensbereiche. Der Standort Wieluń produziert beispielsweise Fahrgestelle für den Markt im Vereinigten Königreich. Unternehmen wie z.B. Lawrence David werden nach Ansicht einer Unternehmenssprecherin intern als Partner angesehen und Investitionen werden gemeinsam vorgenommen. Integration verläuft über vier Bereiche: Prozess, Einkauf, Produktion und Verkauf. „Die in diesen Bereichen erzielten Synergien stärken nicht nur die Verhandlungsposition der gesamten Gruppe deutlich, sondern sie haben auch eine positive Auswirkung auf Kostenoptimierung und Effizienz sämtlicher Einheiten, aus denen sie bestehen“, so das Unternehmen 

Die Entwicklung von guten Verkaufs- und Finanzergebnissen bei der französischen Marke Fruehauf z.B. wird weitgehend auf jüngste Investitionen bei der Produktionskapazität an deren Standort Auxerre zurückgeführt, die eine automatisierte Schweißanlage mit Roboterarbeitsstationen beinhaltete. Diese Entwicklung ist ein Ausdruck der progressiven Investitionstätigkeit in die Automatisierung am Standort Wieluń in den vergangenen 15 Jahren. Heute profitiert das Werk von 50 Robotern an den Schweißanlagen und Kataphorese-Lackieranlagen, automatisierten Lager- und Ladesystemen sowie modernen Blechbiegemaschinen und Schneidanlagen. Zusätzliche technische Entwicklungen im Industrie 4.0-Bereich ermöglichen eine größere Zeitersparnis bei den Verfahrensabläufen, ein effizientes Management der Bestellungen sowie eine Verbesserung der Produktqualität. Das Werk Wieluń ist auch einzigartig in Polen und erst das zweite in Europa, das über eine vollständige Prüfanlage für Sattelanhänger verfügt, an welcher der Zustand der Einheiten nach einer simulierten Nutzung über eine Strecke von 500 000 km evaluiert wird – dies entspricht einer Entfernung, die normalerweise in fünf Jahren zurückgelegt wird. Der Kunde erhält so einen bewährten Sattelanhänger mit einer sehr langen Lebensdauer. Im Juli wurde eine separate Management-Struktur der Konzernzentrale eingerichtet, um eine steigende Zahl von zentralen Funktionen zu verwalten, wie z.B. Einkauf, Finanzen und Verkauf. 

Ein jüngstes Ergebnis der zentralen Einkaufspolitik ist ein Dreijahresvertrag mit Haldex, der die Lieferung von Bremssystemen vorsieht – dies beinhaltet EB+ 4.0 EBS-Bremssysteme sowie Luftfederungen für Sattelanhänger in der Gruppe, die aber auf die individuellen Bedürfnisse der lokalen Märkte zugeschnitten sind. Der Vertrag zeigt und erweitert nämlich eine bereits bestehende und sehr enge Zusammenarbeit von Forschung und Entwicklung zwischen den Unternehmen der Wielton-Gruppe und Haldex. Im Rahmen dieser Beziehung kooperieren die jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und Strukturen bei der Konfiguration und Spezifizierung der Systeme, um so den Kundenbedürfnissen zu entsprechen. Dies geht mit einem Besuch beim Kunden und einer detaillierten Studie von deren Bedürfnissen einher. 

„Die Zusammenarbeit mit Haldex, die mit vielen anderen durchgeführten Prozessen zur Verbesserung der Wielton-Produkte einhergeht, ist ein wichtiger Bestandteil, um den technologischen Vorsprung bei Aufliegern und Sattelanhängern zu vergrößern“, so Bartosz StrugaczEinkaufsleiter der Unternehmensgruppe. „Der laufende Vertrag bedeutet eine Erweiterung der bestehenden, ertragreichen Kooperation. Bei Wielton schätzen wir nicht nur die Spitzenqualität der Haldex-Produkte, sondern auch die Partnerschaft und Verständnis des Herstellers. Dadurch sind wir in der Lage, unsere Produkte zu verbessern und sogar den Erwartungen unserer anspruchsvollsten Kunden zu entsprechen. Die Unternehmensstruktur ermöglicht es diesem, mit dem Wettbewerbsdruck des Marktes hinsichtlich Kosten und Trends bei der zunehmenden Produktpersonalisierung, Schritt halten zu können. Die Wielton-Gruppe bietet 800 Konfigurationen in insgesamt 12 Produktgruppen. Das Unternehmen entwickelte 2019, gemeinsam mit Kunden, ein innovatives Kopplungssystem für Gabelstapler innerhalb von Kombinationen mit großem Volumen und Planen-AufliegernDa der heutige Karosserietyp das beliebteste Sattelanhänger-Modell ist, hat Wielton im vergangenen Jahr für den polnischen Markt eine neue Master-Serie bei den Planen-Aufliegern lanciert. Weitere Innovationen beinhalten Sattelanhänger-Modelle mit einem leichteren Design und verbesserter Aerodynamik, die superleichte Produktreihe masseoptimierter, verstärkter Karosserierahmen für Kipperfahrzeugezweiachsige Dry Master Kofferaufbauten für Palettengüter sowie Flüssigkeitsbehälter mit unterschiedlicher Größe (6,1 m, 7,01 m und 7,62 m). 

H. Golec fasst dies folgendermaßen zusammen: „Die Wielton-Gruppe wächst dynamisch und erschließt neue Märkte und neue Produkte. Eine auf geografische Diversifikation und Produktdiversifizierung basierende Geschäftsentwicklung und, vor allem, das Ausschöpfen des Potentials der übernommenen Unternehmen gewährleistet, dass wir auf zahlreichen europäischen Märkten eine starke Position sowie einen Zugang zu einem einzigartigen Know-how und modernen Technologien wahren. Die Stärke der Gruppe besteht aus den besten lokalen Marken mit einer etablierten Position auf deren Märkten. 

Haldex in Polen

Haldex startete seine Aktivitäten in Polen am selben Ort und zum selben Zeitpunkt wie Wielton: in der Kleinstadt Wieluń und 1995, ungefähr ein Jahr vor dem Auflieger-Hersteller, während des wirtschaftlichen Wandels infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion. Haldex wurde von einem Manager einer alten sowjetischen Fabrik gegründet, der in der Nähe von Praszka lebte. Das Business von Haldex startete als lokale Niederlassung für Midland-Grau-Bremsen, die in einer angemieteten Anlage in Wieluń entwickelt wurden. Haldex übernahm 1998 diese Marke und im Jahre 2000 zog das stetig wachsende Vertriebsunternehmen in die passenden Räumlichkeiten außerhalb der Stadt. 

Mehr als zwei Jahrzehnte später, ist der kleine Standort in strategischer Hinsicht für Haldex nach wie vor wichtig. Zum einen befindet er sich nahe genug, um Wielton eine permanente Unterstützung zu gewährleisten. Das Team von Haldex kann beim Aufbau neuer Systeme behilflich sein, Personen zur Seite stehen, informieren und schulen, die Homologation unterstützen bzw. Qualitätsfragen erörtern. „Es gibt eine ganze Reihe von Abteilungen. Damit diese Zusammenarbeit funktioniert, müssen wir Tag für Tag mit jeder einzelnen Abteilung in Kontakt stehen. Es ist machbar, wenn wir entfernt sind, aber es ist viel besser, vor Ort zu sein und sich dort mit den kleinen Problemen zu befassen“, erklärt der regionale Sales Manager Miroslaw Peciak, der bereits seit 15 Jahren bei Haldex ist. „Ein Mitarbeiter, der sich um die OEM-Märkte kümmert, lebt in Wieluń. Daher hat er heute seinen Tag in der Fabrikanlage begonnen und dort bei den Homologationsprüfungen eines neuen Aufliegermodells mitgeholfen“, hob er Mitte September hervor 

Obwohl das Haldex-Lager mit seinen acht Mitarbeitern im Vergleich zu einem Wal nur ein kleiner Fisch ist, reicht dies aus, um Wielton und weiteren Kunden wichtige Serviceleistungen anbieten zu können, wie z.B. die Lagerhaltung von Ersatzteilen und Vertrieb sowie eine lokalsprachliche Unterstützung und Garantieabwicklungen. 

Die Filiale, die einzige des Unternehmens in Polen, ist zudem ideal positioniert, um Mitteleuropa zu versorgen – von Estland im Norden bis hin zum Balkan im Süden. H. Peciak fügt noch ergänzend hinzu: „Wir erweitern unser Vertriebsnetz kontinuierlich. Wir können tatsächlich sagen, dass der Materialfluss von Ersatzteilen bei Notfällen bzw. Gewährleistungsfällen ein Teil der Zusammenarbeit mit dem Vertriebsnetz ist.“ Zu diesem Zweck ist Haldex gerade dabei, das Servicenetzwerk in Mitteleuropa zu erfassen, insbesondere dort, wo der Auflieger-Markt ganz besonders wichtig ist: Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Litauen. 

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