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Haldex Informationen für Anleger

Haldex Neue Bremsplattform-Strategie

20 Oktober 2021

Das neue EBS für Anhänger, das die Feststellbremse nun elektronisch steuert, bietet Kunden einen neuen und modularen Ansatz hinsichtlich der Spezifikationen sowie der Anwendungssoftware.

Im Gegensatz zu den bisherigen Bremssteuergeräten bietet die nächste Generation elektronisch geregelter Bremssysteme (EBS) für Anhänger  EB+ 4.0, den Kunden nun die Möglichkeit, die Feststellbremse nicht mehr über eine pneumatische, sondern auch über eine elektronische Steuerung zu lösen. Dies erlaubt uns, neue Features für unsere Kunden zu realisieren, wie z.B. die Wegfahrsperre, die im Falle eines unbefugten Zugriffs das Lösen der Bremse verhindert; das ,SafeParking+’-Feature, das verhindert das Lösen der Feststellbremse , bis das Druckluftsystem vollständig befüllt und die Steuerleitung druckbeaufschlagt ist; sowie eineNotbremsÜbersteuerung, die bei einer Unterbrechung der Druckluftversorgungsleitung eine automatische Notbremsung unterbindet - solange der Auflieger in Bewegung ist und eine intakte elektrische Verbindung besteht. - , Es gewährt somit eine erhöhte Verkehrssicherheit und minimiert den Reifen verschleiß..

Anders als bei den vorherigen EBS Systemen, kann die EB+ 4.0 von der Basiseinheit, die nun aus Gründen der Gewichts- und CO2-Reduzierung aus technischem Kunststoff hergestellt wird, aufgerüstet werden. Dank der Individualisierungsmöglichkeit können benötigteFeatures verschiedensten Anforderungen und Budgets entsprechend gewählt werden. Außerdem wird eine neue Doppellöseventilfamilie, TEM+, eingeführt. Die Ventile  können auch so konfiguriert werden, dass die Federspeicherbremse während des An -und Abkoppelns bzw. bei Druckverlust in der Vorratsleitung automatisch betätigt wird.

EB+4.0.png

Die modulare Bauweise ermöglicht es, einzelne Elemente auszutauschen bzw. andere nachzurüsten. Es werden vier verschiedene EB+ 4.0-Varianten angeboten: ein Basis-EBS mit zwei Modulatoren und zwei Raddrehzahlsensoren ohne Notbremsübersteuerung; ein Basis-EBS mit Notbremsübersteuerung; ein Premium-EBS mit zwei weiteren elektrischen Schnittstellen., das bis auf acht Sensoren und vier Modulatoren erweitert werden kann; sowie einen Zusatzmodulator, der genutzt wird, um größere Systeme abzubilden.

Welche Spezifikation auch immer gewählt wird, sie basiert auf einem flexiblen Design, das nicht bei EBS aufhört. Der Senior Commercial Product Manager bei Haldex, Alexander Kraus, erklärt dies folgendermaßen: „EB+ 4.0 ist nicht nur eine Plattform für EBS. Es ist auch eine Plattform für ABS. Auch wenn eines auf „Brake-by-wire” und das andere auf „Brake-by-Air” basiert, so nutzen doch beide dieselben Raddrehzahlsensoren.”

Das EB+ 4.0 unterstützt eine Spannungsversorgung des Fahrzeugs von 12V und 24V, und ist somit für Kunden in allen globalen Märkten geeignet. Dazu gehören Europa mit 90% EBS Verwendung, die USA wo nach ABS mit „Roll Stability“ verlangt wird, sowie Asien wo ein konventionelles ABS am gängigsten ist. Alle drei haben eine ähnliche Baugröße,gleiche Rohrleitungsanschlüsse und die Chassis-Montageschnittstelle ist kompatibel mit der früheren EBS Generation. Dies vereinfacht die Produktpalette, trägt zur Senkung der Herstellungskosten bei und optimiert die Integration für OEM-Kunden.

Das Thema der Modularität wurde auch   in der  Softwarearchitektur angewandt.  Das neue Softwarekonzept  trennt die sicherheitsrelevante Bremssteuerungssoftware von der kundenspezifischen Anwendungssoftware.,. Dies bedeutet, dass beispielsweise eine Eingabe von der Telematikeinheit mit der Programmierschnittstelle (API - Application Programming Interface) hinzugefügt werden könnte. Haldex ist hinsichtlich der Durchführung solcher Modifikationen flexibel. Das Unternehmen kann im Auftrag des Kunden individuell angepasste Funktionalitäten entwickeln bzw. in regelmäßigen Software-Aktualisierungen kundeneigene Funktionen miteinbeziehen ebenso kannein kundenspezifischer Releaseplan vereinbart werden.

Wichtig ist, dass solche Veränderungen der Applikationssoftware – anders als bei den vorherigen Versionen, - keine neuen Typgenehmigungen benötigt werden. Diese offene Systemarchitektur beseitigt nicht nur eine Einschränkung im Aktualisierungsprozess der Systemsoftware, sondern es beschleunigt dabei auch die Umsetzung von erwünschten Software-Änderungen und die Beseitigung von Softwarefehlern (Bugfix). Darüber hinaus ermöglicht sie auch eine größere Kundenflexibilität bei der Entwicklung digitaler Lösungen und

verschafft Haldex einen Wettbewerbsvorteil.

Weitere neue EB+ 4.0-Komponenten sind die Steuermagnete der Betriebsbremse, die Druckluftmodulatoren mit neu entwickeltem Relaisventilkonzept und eine  die neue Steuereinheit mit platzsparenden elektrischen Anschlüssen. Sämtliche EBS-Einheiten und Peripheriegeräte kommunizieren über das neue Diagnose-Kommunikationsprotokoll UDS (Unified Diagnostic Services) im Automotive-Bereich und ersetzen somit das bisherige Keyword 2000-Protokoll. Diese Änderung trug ebenfalls dazu bei, ein zukunftsfähiges System zu gestalten.

Dieses Denken erstreckt sich auch auf das Front-End. Dieneue, abermit einem vertrauten Erscheinungsbild versehene und mit Microsoft.Net entwickelte Software DIAG++, das System-Servicemodul, das Datenmodul Fleet+ und die Diagnosesoftware umfasst. Die neu entwickelte grafische Benutzeroberfläche vereinfacht die Konfiguration komplexer Systeme.

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