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Haldex Informationen für Anleger

U-ABS erhält die Zulassung für Auflieger-Nachrüstungen

10 März 2021

Die französische staatliche Prüfstelle UTAC Ceram, hat dem U-ABS System von Haldex die Zulassung für die Nachrüstung von Aufliegern mit älteren Bremssystemgenerationen erteilt. Diese Zulassung bedeutet, dass eine Nachrüstung mit dem U-ABS System nicht gegen die Bedingungen der Typenzulassung verstößt; U-ABS nachgerüstete Auflieger sind weiterhin straßenzugelassen.

Nachdem die Nachrüstung als sicher und konform bestätigt wurde, ist das U-ABS Antiblockiersystem von Haldex nun die Standard-Nachrüstoption für MGX, Modal 24V sowie für die modularen Systeme bereits bestehender Auflieger und Sattelauflieger. Als neuestes ABS von Haldex hatte das U-ABS zuvor eine eigenständige EU-Typgenehmigung erhalten und erfüllt die Antiblockiervorschriften der UNECE-Regelung 13. U" steht für universal; das 24V-System ist für viele Märkte in Asien und Südamerika vorgesehen. In Europa wird es häufig für landwirtschaftliche Auflieger verwendet. Es kann in diesem Bereich auch für straßentaugliche Auflieger verwendet werden, allerdings nur bei solchen mit einer Stahlfederung.

Die an einem Kundenstandort in der Nähe von Straßburg (Frankreich) im Oktober 2020 durchgeführten Tests bestätigten, dass das U-ABS eine mindestens gleichwertige Bremsleistung aufweist wie bei den älteren Systemen, die es ersetzt. Die Techniker haben die Bremsleistung an einem dreiachsigen Skelett-Sattelauflieger getestet, der ursprünglich mit einem modularen Antiblockiersystem von Haldex ausgestattet war. Für die Tests wurde dieses System durch das neue U-ABS Antiblockiersystem in verschiedenen Konfigurationen ersetzt, einschließlich einer achsweise 2S/1M Konfiguration, einer 2S/2M Side-by-Side-Konfiguration sowie einer 4S/3M Konfiguration im Vergleich zum modalen ABS-System. Die Tests hinsichtlich der Reaktionszeit (die unter 0.44 Sekunden liegen musste) wurden fortlaufend durchgeführt und die einzigen abgeänderten Elemente des Pneumatik Kreises waren dabei die ABS-Ventilblöcke.

Die U-ABS Ventileinbauten sind nämlich denen der bisherigen Systeme sehr ähnlich; die einzige physische Veränderung von einem modularen zu einem U-ABS innerhalb des Luftkreislaufs ist eine unterschiedliche umliegende Gussform. Das bedeutet, dass eine Nachrüstung möglicherweise nur den Austausch eines neuen Steuergeräts und das Umstecken des vorhandenen Ventilblocks mit neuen Kabeln an eine neue ECU, elektronische Steuereinheit, als absolutes Minimum erfordert. (Haldex empfiehlt jedoch, mehr als 10 Jahre alte ABS-Ventilblöcke auszutauschen, da sich die Spulen in der Zwischenzeit verändert haben). Die wesentlichen Merkmale des herkömmlichen Antiblockiersystems mit Druckluftbremskreislauf – bei dem Radbremszylinder mittels Luftdrucks betätigt werden – bleiben beim U-ABS Antiblockiersystem unverändert. Wie auch bei seinen Vorgängern, kontrollieren dabei in Bremsanlagen montierte Raddrehzahlsensoren das Blockieren der Räder, indem die Fahrzeuggeschwindigkeit mit der Radgeschwindigkeit verglichen wird. Sobald eine Diskrepanz festgestellt wird, lässt die elektronische Steuereinheit Luftdruck ab, um die Bremskraft bei Bedarf zu reduzieren.

Der Senior Commercial Product Manager Alexander Kraus merkt an: „Bei der Ventiltechnik kommt die Energie durch komprimierte Luft und wird durch Relaisventile verstärkt. Es geht hierbei um Energie und Fluss; die Gesetze der Physik haben sich nicht geändert. Es wird eine gewisse Menge an Luftdruck benötigt, die auf einen Bereich angewendet wird, um eine erforderliche Bremskraft zu erzeugen. Verbesserte Reaktionszeiten und die Bremsleistung werden durch intelligente Elektronik und Software erzielt.“ Mit anderen Worten, die Innovation befindet sich auf der Außenseite. Mit dem U-ABS hat Haldex auf einen bewährten pneumatischen Mechanismus zurückgegriffen und den äußeren Bereich mit einer hochmodernen elektronischen Steuerung versehen. Dies hilft dem System dabei, mit der Außenwelt zu kommunizieren und innovative Hilfsmittel zu unterstützen.

Das U-ABS ist z.B. mit dem neuesten Haldex-Diagnosewerkzeug DIAG+ kompatibel, das für die neueste Serie von elektronischen Bremssystemen des Unternehmens verwendet wird, die für Auflieger in Europa erforderlich sind. Es ist in der Lage, diagnostische Fehlercodes zu verfolgen und allgemeine Fahrzeuginformationen auszulesen, wie z.B. Kilometerzähler und Fahrzeug-ID. Das U-ABS bietet darüber hinaus eine automatische Niveauregulierung mit „Reset-to-Ride“-Funktion. Sobald die voreingestellte Fahrposition der Federung von der Höhe einer Laderampe abweicht, können Benutzer die Luftfederung zum Laden manuell anheben und absenken. Wenn man die Aufhängung in der eingestellten Position belässt, besteht die Gefahr, dass die Achse und ihr Luftfederungsmechanismus beschädigt werden, insbesondere bei Absenkung auf minimalen Hub. Die Reset-to-Ride-Funktion verhindert dies; selbst wenn der Fahrer vergisst, die Fahrhöhe zurückzusetzen und losfährt, kontrolliert die Reset-to-Ride-Funktion die Radgeschwindigkeit; wird dabei ein Mindestschwellenwert überschritten, setzt das System die Aufhängung automatisch zurück.

Das U-ABS Antiblockiersystem kann auch mit einem Reifendrucküberwachungssystem TPMS kombiniert werden, um den Fahrer und Bediener vor sich abzeichnenden Reifenpannen und Reifennotfällen zu warnen. Als Option kann das U-ABS sogar eine Auflieger-Stabilitäts-Technologie beinhalten, die normalerweise nur gemeinsam mit einem elektronischen Bremssystem angeboten wird. Das sogenannte Sicherheitsmodul (Safety Modul) verwendet ein zusätzliches Ventil, um die Bremsen an bestimmten Rädern aktiv zu betätigen und so einen Auflieger überschlag zu verhindern.

UTAC CERAM Testbericht ist im Trailer Application Guide verfügbar 

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