Pneumatischer automatischer lastabhängiger Bremskraftregler

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Der automatisch lastabhängige Bremskraftregler (ALB) - pneumatisch gesteuert - wird in Fahrzeuge (Kraftfahrzeuge, Anhänger und Sattelanhänger) mit pneumatischem Bremssystem und pneumatischer Federung eingebaut. Der Bremsdruck im pneumatischen Bremssystem und damit die Bremskraft wird entsprechend dem statischen Beladungszustand des jeweiligen Fahrzeuges geregelt. Bei Veränderung des statischen Ladezustandes ändert sich bei pneumatisch gefederten Fahrzeugen über das Luftfederventil stufenlos der Druck in den Luftfederbälgen. Dieser Druck wird gleichzeitig zur Ansteuerung der Anschlüsse 41, 42 des ALBs verwendet. Das effektive, leicht in der Werkstatt nachvollziehbare, Druckverhältnis iR = pe 1:pe 2 ist der praktische Bezugspunkt für die Einstellungen.

Einbaurichtlinien

Der ALB wird mit 2 Schrauben M 8 am Fahrzeugrahmen befestigt. Die Entlüftung muss nach unten zeigen. Die pneumatischen Leitungen sind entsprechend den Anschlussbezeichnungen 1, 2, 41, 42, anzuschließen. Die Einstelldaten sind auf dem mitgelieferten ALB-Hinweisschild Artikelnummer 028 0280 09 einzuschlagen. Das Hinweisschild muss unverlierbar und gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden (Deutche Straßenverkehrszulassungsverordnung: StVZO - SP - Rili. - 2.5).

Funktion

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Die Anschlüsse 41, 42 des Stellzylinders werden mit den Verbindungsleitungen der Luftfederventile / Luftfederbälge der rechten und linken Fahrzeugseite verbunden. Bei leerem Fahrzeug (Federungsdruck leer Anschlüsse 41, 42 ) werden die Kolben im Stellzylinder in Endstellung gehalten.

 

Beim Beladen des Fahrzeuges und der damit erfolgenden Druckerhöhung an den Anschlüssen 41, 42 wird der Steuerkolben sowie das an der Kolbenstange befestigte Gleitstück (1) nach
rechts verschoben, womit eine Änderung des wirksamen Übersetzungsverhältnissesn erfolgt. Die Übersetzung der Kolben und Wiegehebel ist so aufeinander abgestimmt, dass bei Federungsdruck leer der in Anschluss 1 eingesteuerte Bremsdruck P1 im eingestellten Druckverhältnis iR gemindert aus Anschluss 2 ausgesteuert wird. 

 

Die Auslegung erfolgt in der Regel so, dass in Stellung beladen der in Anschluss 1 eingesteuerte Druck ungemindert, d.h. im Druckverhältnis 1:1 aus Anschluss 2 ausgesteuert wird.

 

Der ALB hat eine proportional regelnde Charakteristik, die mit einer Druckdurchsteuerung (pD) von ca. 0,4 bar zur Überwindung der Ansprechkräfte ( Ventile, Radbremse ) im ungeregelten Bereich ausgestattet ist. Der ALB ist „statisch“ wirkend, d.h. eine Änderung des Druckverhältnisses, z.B. durch eine Federdruckänderung in Folge einer Achslaständerung, wird während einer Bremsung unterdrückt.   

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Wartung

  • Funktions- und Dichtheitsprüfung
  • P2 leer und P2 beladen entsprechend den Angaben auf dem ALB-Hinweisschild prüfen
  • Es ist erforderlich dass der ALB bei Prüf- und Einstellarbeiten so befestigt wird, dass er sich in senkrechter Lage befindet und die Entlüftung nach unten weist

Simulieranschluss

  • Variabler Einbau (gut erreichbar)
  • Ermöglicht die Prüfung nach EG/ECE, sowie nach § 29 StVZO in Deutschland

Technische Daten

  • Betriebsdruck: pe max. 10 bar
  • Betriebstemperatur: - 40°C bis + 80°C
  • Anschlüsse: 1, 2: M 16 x 1.5
  • Anschlüsse: 41, 42: M 12 x 1.5
  • Anschluss 1 = Betriebsbremse, Energiezufluss
  • Anschluss 2 = Betriebsbremse, Energieabfluss
  • Anschluss 41 = Luftfederung, Steueranschluss 1
  • Anschluss 42 = Luftfederung, Steueranschluss 2
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